Projekte · 00
Guatemala 2026
Der grüne Atem der Maya
Wer den Regenwald Guatemalas betritt, betritt eine Welt, in der die Natur die Zeit verschluckt hat. Das Tiefland von Petén und die dichten Dschungelregionen des Landes sind kein gewöhnlicher Wald – sie sind ein lebendiger, pulsierender Organismus, in dem die Tierwelt und die verwitterten Steine einer untergangenen Hochkultur untrennbar miteinander verschmolzen sind. Hier kriecht der morgendliche Nebel wie ein weißer Geist durch das dichte Blätterdach, während das erste, smaragdgrüne Licht den Waldboden berührt.Diese Fotografien fangen die mystische, fast ehrfürchtige Stille eines Urwaldes ein, der gleichzeitig voller Leben steckt. Die Kamera gleitet durch ein endloses Dickicht aus riesigen Ceiba-Bäumen – den heiligen Bäumen der Maya –, deren Wurzeln sich wie titanische Finger in die Erde graben, während exotische Orchideen und Farne die Luft mit schwerer Feuchtigkeit erfüllen. Es ist ein visuelles Abenteuer zwischen den Welten: Während das dumpfe, fast urzeitliche Brüllen der Brüllaffen durch die Baumkronen hallt und schillernde Tukane wie Farbtupfer durch das Grün fliegen, ragen im Hintergrund plötzlich die Jahrtausende alten, moosbewachsenen Spitzen der Maya-Pyramiden von Tikal aus dem endlosen Blättermantel.Jedes Bild dieser Serie ist eine Expedition in die ungezähmte Wildnis – eine Hommage an einen Ort, an dem der Dschungel die Geheimnisse der Geschichte hütet und die Natur in ihrer reinsten, monumentalsten Form regiert.